Autor: Elias

  • Al hayat e.V. wird 25 Jahre !

    Al hayat e.V. wird 25 Jahre ! Im Oktober 1999 traf sich eine kleine Gruppe um Charbel Sfeir herum, in Freiburg/ Breisgau, um den Grundstein zu legen, für die Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Al hayat e.V. war geboren – und hat die letzten 25 Jahre, Baytouna al Jadid, eine soziale Einrichtung für Menschen mit Behinderungen im Libanon, unterstützt. Ein Grund, zu feiern, trotz der schwierigen Lage vor Ort. Wir bleiben dran!

  • Vollversammlung al hayat e.V.

    Wir laden herzlich ein zur diesjährigen Vollversammlung am 28.09.2024 um 11 Uhr im Naturfreundehaus in Aidlingen.

    Tagesordnung

    1. Begrüßung
    2. Aktuelle Lage im Libanon
    3. Neuigkeiten von Baytouna al Jadid
    4. Aktivitäten von al hayat im vergangenen Jahr
    5. Bericht des Kassenwarts von al hayat
    6. Entlastung des Vorstands
    7. Planungen für das kommende Jahr
    8. Verschiedenes
  • Interkulturelles Fest in Worms 2024

    Fast schon eine Institution, ist der Stand von Markus und Wadad Landua beim Interkulturellen Fest in Worms. Dieses Mal mit dabei: Man’oushe. Wusstet Ihr, dass das libanesische Brot 2023 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde?

    400 Euro haben Wadad und Markus eingenommen. Der Erlös geht an al hayat e.V. MERCI!

  • Mitgliederversammlung des Vereins am 07.10.2023

    Mitgliederversammlung gemeinsam mit dem Leiter der Einrichtung im Libanon, Charbel Sfeir, und Mitgliedern unseres französischen Schwestervereins, La Litanie.

  • Spende über 2.400 Euro der St. Elisabeth-Stiftung

    2.400 Euro für Menschen mit Behinderung im Libanon BAD WALDSEE – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Elisabeth-Stiftung spenden in diesem Jahr 2.400 Euro aus ihrem Sozialfonds an den Verein „al hayat e.V.“ (übersetzt: „das Leben“). Der Verein unterstützt eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung im Libanon.
    „Baytouna al Jadid“ („unser neues Leben“) ist eine christlich-humanistische Lebensgemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderungen in den Bergen des Libanon. Gegründet hat sie Charbel Sfeir, der viele Jahre lang eine soziale Einrichtung in Frankreich geleitet hat. Die Finanzierung von Baytouna al Jadid erfolgt praktisch ohne staatliche Unterstützung. Menschen mit Behinderung stellen in einer Werkstatt unter anderem Kerzen her und tragen so zu ihrem Lebensunterhalt bei. Ansonsten ist Baytouna al Jadid auf Spenden angewiesen.
    Der als gemeinnützig anerkannte al hayat e.V. sammelt – wie ein französischer Schwesterverein – seit dem Jahr 2000 Geld für Baytouna al Jadid. Solveig Margueron ist Gründungsmitglied von al hayat. „Die Lage von sozialen Einrichtungen im Libanon ist angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Staatskrise dramatisch. Durch die exorbitante Inflation von fast 400 Prozent in den letzten drei Jahren sind Strom, Transport, Lebens- und Hygienemittel nicht mehr zu bezahlen“, sagt die Psychologin, die im Sozialpädiatrischen Zentrum der St. Elisabeth-Stiftung arbeitet und den Vorschlag gemacht hat, in diesem Jahr den Erlös des Sozialfonds der Mitarbeitervertretung der Stiftung an al hayat zu spenden. „Menschen mit Behinderung sind von der Krise besonders betroffen. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Elisabeth-Stiftung.“
    Erika Jerg und Gerold Schuler von der erweiterten Gesamtmitarbeitervertretung (eGMAV) der Stiftung haben einen symbolischen Scheck über 2.400 Euro an Solveig Margueron übergeben. Das Geld stammt aus dem Sozialfonds der eGMAV, in den alle Mitarbeitenden einzahlen können. Die Mitarbeitenden können auch die sozialen Projekte oder hilfebedürftige Einzelpersonen vorschlagen, die jedes Jahr aus dem Erlös des Fonds unterstützt werden.

    Ganzen Beitrag auf der Website der St. Elisabeth-Stiftung lesen

  • Praktikumsbericht aus dem Libanon

    Bericht von Maria L. – Nichte von Charbel Sfeir, lebt und studiert in Deutschland und hat von September bis November 2022 im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum in der von uns unterstützten Einrichtung gemacht

    Drei Monate durfte ich (im Rahmen eines Praktikums) in Baytouna al Jadid mit leben, essen, singen und lachen. Die Zeit war so tiefgreifend und herzergreifend, trotz schwieriger Umstände. 

    Auf den Bildern kann man sehen, wie wir gemeinsam den Unabhängigkeitstag gefeiert, mit Gästen vom Malteser Orden eine Messe gefeiert oder die Wände mit selbstgemalten Bildern dekoriert haben. Unzählige solcher Bilder sind in meinem Herzen geblieben. 

    Anfangs war es für mich sehr ernüchternd die Auswirkungen der wirtschaftlichen und politischen Lage im Libanon mitzuerleben.

    Das Atelier (Bildungs-/ Förderstätte) musste im Sommer 2022 geschlossen werden, viele Menschen mit Behinderung mussten zu ihren Familien zurückkehren und ein paar Mitarbeiter:innen gekündigt werden. Und das alles, weil das Geld fehlt. Der Staat zahlt kein Geld mehr, die Familien der Bewohner:innen können nichts zahlen. Die Einrichtung lebt aktuell nur von Spenden und hat damit keine stabile, finanzielleEinnahmequelle. Das hat man auch vor Ort gespürt. Die Sorge, wie man den morgigen Tag finanzieren soll, ist stetig da (besonders im Winter). Man kann nur an morgen denken, nicht an übermorgen oder die Zukunft. Es reduzierte sich, gezwungener Maßen, alles auf das Notwendigste, das Überleben. Den ganzen Tag zu Hause sein, zusammen sitzen, kaum Beschäftigung, nur 3 Stunden am Tag Strom haben, mit der Hand waschen müssen, einfach überleben. Selbst dafür ist das Geld nicht ausreichend. Das zu sehen, tat weh, besonders weil dieser Ort zuvor ein lebendiger Förder- und Bildungsort war. Gleichzeitig spürte ich, dass aufgeben keine Option ist.

    Neben all dieser Schwere und Belastung saß ich mit den Menschen zusammen konnte mit ihnen lachen, singen und einfach sein.

    Ich habe die 3 Monate genutzt, um mit den Bewohner:innen gemeinsam kleine Aktionen zu starten. Wir haben Bilder gemalt und damit die Zimmer dekoriert, Fingernägel lackiert, hübsche Frisuren gemacht, Uno gespielt, gebacken, gemeinsam gesungen, gefeiert und gelacht. Die starke Gemeinschaft vor Ort ist ein solch starkes Fundament, das die Bewohner:innen von Baytouna al Jadid durch diese schweren Zeiten trägt. Mich beeindruckte, wie zufrieden und glücklich die Menschen sind, obwohl sie täglich mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben.

  • Demonstration von libanesischen Sozialeinrichtungen vor der Zentralbank in Beirut

    Guten Abend an alle,
    wir haben uns mit den meisten anderen Heimen zusammengetan, um vor der Zentralbank und vor dem Sozialministerium zu demonstrieren, um das Geld für die Einrichtungen freizugeben. Das ist eine tolle Solidarität zwischen den Einrichtungen, aber es gab keine Reaktion der Regierung! Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir seit zwei Jahren keine öffentlichen Gelder mehr erhalten haben; nur durch die Unterstützung von la Litani und al hayat und verschiedenen anderen Spenden machen wir weiter. Aber wir sind mittlerweile in den roten Zahlen und müssen notfalls die Aktivitäten von baytouna al jadid einschränken.

    Chabel Sfeir (Leiter der Einrichtung im Libanon), übersetzt aus dem Französischen
  • Baytouna al jadid im Mai 2022

    Wadad aus dem Vorstand des Vereins war im Mai 2022 in der Einrichtung im Libanon. Hier ein paar aktuelle Fotos.

  • Mitgliederversammlung im Oktober 2021

    Im Oktober 2021 haben sich die Vereinsmitglieder zu einer Mitgliederversammlung in Emmendingen bei Freiburg (Breisgau) getroffen. Besprochen wurde die aktuelle Situation in der von uns unterstützten Einrichtung, die anhaltende humanitäre Krise im Libanon sowie die Planung von Fundraising-Aktionen.

  • Rundbrief von Charbel Sfeir

    Liebe Freunde,


    ich hoffe es geht euch gut. Ich begrüße auch alle neuen Mitglieder dieser Infogruppe über „Baytouna al Jadid“ [die von uns unterstützte Einrichtung] und den Libanon 🇱🇧.


    Das erste Mal in der Neuzeit leben wir nun aufgrund der globalen Pandemie alle in Quarantäne.


    Wir verbringen diese Zeit geduldig in unserer Familie, glücklicherweise leben wir in den Bergen. Die Kinder genießen den Garten und die Zeit mit den Haustieren, die wir hier haben.


    Mirna [Charbel Sfeirs Frau] und ich arbeiten abwechselnd, um die Schulung eines Notfall-Teams für unsere Region sicherzustellen. Es ist eine mühselige Arbeit, aber wir versuchen sie mit Geduld zu bewältigen.


    In Baytouna gilt seit 5 Wochen eine komplette Quarantäne – 15 Behinderte, drei Vollzeitassistenten und natürlich auch Mina und ich. Die Situation im Libanon ist kompliziert, vor allem auch im Kontext der Demonstrationen und der wirtschaftlichen und finanziellen Lage. Corona macht das alles natürlich noch viel komplizierter.


    Aufgrund eines Briefes des Gesundheitsministeriums haben wir in Baytouna al Jadid zehn Behinderte zurück nach Hause geschickt. Die Situation der Behinderten in ihren Familien war allerdings bald darauf so prekär (Gewalt und fehlende Geduld im Umgang mit den Behinderten in der Familie), dass bald darauf vier dieser Bewohner wieder zurückkamen, um in der Einrichtung ihre Quarantäne zu verbringen.


    Wir leben hier ganz gut, wir haben eine Grundversorgung mit lebenswichtigen Gütern, wir musizieren und beschäftigen uns mit Bastelarbeit.


    Eine gute Nachricht ist, dass wir von der Isolierung insofern profitieren, dass wir unsere Küche renovieren können. Für all diejenigen, die noch nicht Bescheid wissen, wir haben eine Förderung in Höhe von 8000€ von „L’Œuvre d’Orient“ [eine französische NGO, die Christen im Nahen Osten unterstützt] für die Umsetzung bekommen. Dafür bin ich dankbar!


    Was die Situation im Libanon angeht, sind wir absolut unwissend. Man diskutiert schon über die Zeit nach Corona, dabei sind wir noch nicht einmal dafür bereit mit der Krise umzugehen.


    Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung, Eure Gedanken… Danke an Yvonne und Patrice, die mit mir in Verbindung stehen und mich regelmäßig anrufen!


    Ich möchte nicht zu lang werden, ich werde ab und zu schreiben.


    Herzliche Grüße, Charbel


    Seid gegrüßt auch von Mirna und dem ganzen Team von Baytouna al Jadid!

    Rundbrief des Gründers der Einrichtung „Baytouna al Jadid“, Charbel Sfeir. (Übersetzung aus dem Französischen)
  • Corona-Krise

    Die von uns unterstützte Einrichtung „Baytouna al jadid“ wurde von libanesischen Behörden angewiesen, aufgrund der Corona-Krise vorübergehend ihren Betrieb einzustellen. Die Bewohner sollten zu ihren Familien zurückgehen.

    Für 15 Bewohner ohne Familienangehörige gab es eine Ausnahmegenehmigung, so dass nur die verbleibenden 6 Bewohner temporär zu ihren Familien gezogen sind.

  • Aktuelle Bilder von Baytouna Al Jadid

    Viele Bewohner leben in  Baytouna Al Jadid, da dürfen natürlich auch aktuelle Bilder nicht fehlen. Hier einige neue Impressionen…

  • Einladung zur Vollversammlung von al hayat e.V. vom 17.-19.04.15 in Stetten ob Lontal

    Raphaela & Rebecca Schmid und Catarina Riewe laden zur diesjährigen Vollversammlung von al hayat e.V. nach Stetten ob Lontal ein. Anders als sonst wollen wir dieses Jahr nicht nur einen gemeinsamen Sitzungstag sondern ein gesamtes Wochenende miteinander verbringen. Wer Lust hat, nur zu dem eigentlichen Vollversammlungstag zu kommen, ist natürlich auch herzlich  eingeladen.

    Anbei die bisherigen Tagespunkte.

    TOP:

    1. Begrüßung
    2. Aktuelle Lage im Libanon und Neuigkeiten von Baytouna al jadid
    3. Aktivitäten von Al hayat im vergangenen Jahr
    4. Bericht des Kassenwarts von Al hayat
    5. Entlastung
    6. Satzungsänderung: Aufwandsentschädigung/Tätigkeitsvergütung
    7. Planungen für das kommende Jahr
    8. Verschiedenes

    – Neues Formular für SEPA

    – evtl. neue Flyer

     

    Anschrift:

    Haus Stetten

    Kirchstr. 232

    89168 Niderstotzingen

  • Adventsbrief 2014

    Liebe Freunde und Förderer von al hayat e.V.,

    die Advents- und Weihnachtszeit naht mit schnellen Schritten und damit auch der Moment, an dem wir auf das vergangene Jahr unserer Vereinsarbeit und die uns erreichenden Nachrichten aus dem Libanon zurückschauen. Wir bedanken uns hiermit ganz herzlich für Ihre Unterstützung, die es uns ermöglicht, die Behinderteneinrichtung Baytouna al-Jadid seit nunmehr 15 Jahren zu begleiten.

    Es ist viel passiert: Ende des letzten Jahres hatten wir zu Spenden aufgerufen, um die Einrichtung beim Kauf eines Kleinbusses finanziell zu unterstützen. Viele haben sich anregen lassen und gespendet und so ist es gelungen, dieses Projekt endlich in die Tat umzusetzen. Durch den Bus hat sich der Aktivitätsradius von Baytouna al-Jadid stark erweitert. Insbesondere diejenigen, die im Heim unterkommen, können nun Ausflüge ans Meer oder in die nähere Umgebung machen, selbst Einkäufe erledigen oder aber andere soziale Einrichtungen besuchen.

    Baytouna al-Jadid beherbergt derzeit 15 Personen. 11 Behinderte wohnen im Heim und 4 kommen tagsüber als Externe hinzu. Sie werden von 3 Personen betreut, die im Heim arbeiten und leben und 2 weiteren Personen, die täglich zu den Atelierarbeiten hinzukommen. Die Stabilität des 5-köpfigen Teams trägt dazu bei, dass die Behinderten viel Sicherheit erleben und sich entwickeln können. Ich habe an dieser Stelle bereits des Öfteren von Maya berichtet, einer jungen Frau, die zu Beginn vor allen Dingen durch ihre Aggressivität auffiel. Nicht nur die Umgebung der Einrichtung sondern auch die anderen Mitbewohner fanden das Leben mit ihr kaum haltbar. Heute fällt sie vor allen Dingen durch ihre Lebendigkeit auf und wenn sie einmal einen Tag nicht da ist, dann fragen die anderen „Warum ist es denn so ruhig? Maya fehlt uns.“ Neben der engen Begleitung führten vor allen Dingen die Umstellung der jahrelangen massiven Medikation, eine gesündere Ernährung und intensive Elternarbeit zu einem Rückgang der inneren und äußeren Spannungen. Maya geht es inzwischen besser und zuletzt war es Elias, der um sich schlug, Gegenstände zerstörte und abends nicht zur Ruhe kam… Diese Prozesse und Veränderungen brauchen bei jedem Einzelnen viel Zeit und Geduld.

    Im Frühjahr erreichte uns die traurige Nachricht, dass innerhalb nur einer Woche zwei Heimbewohner, Dolly (seit 6 Jahren bei BaJ) und Nisrine (seit 2 Jahren bei BaJ), verstorben sind. Dolly, eine junge Frau, litt unter starken epileptischen Anfällen und war am Ende einer Lungenembolie erlegen. Nisrine, mehrfach schwer körperlich behindert, saß zuletzt im Rollstuhl, konnte nicht mehr sprechen und litt unter schweren Spasmen. Ihre Mutter, die zusammen mit den drei behinderten Brüdern von Nisrine bei Baytouna al-Jadid untergekommen war, sprach davon, dass es die schönsten 2 Jahre ihres Lebens waren. Die anderen Bewohner haben die beiden Frauen zuletzt intensiv begleitet und für sie gebetet. „Sie sind in Frieden gegangen“, so Charbel Sfeir, der Leiter und Begründer der Einrichtung. Auch wenn die einzelnen Bewohner unterschiedlichen Konfessionen angehören, so treffen sie sich gemeinsam im Gebet.

    Obwohl die Einrichtung bereits seit Jahren staatlich anerkannt ist, floss bisher kein Geld. Was aus deutscher Sicht schwer verständlich ist, bedeutet im Libanon Alltag und ist mit vielerlei „Klinken putzen“ bei den entsprechenden Ministerien und einer ordentlichen Portion Improvisation verbunden. Von den Eltern der Behinderten können nur 40% etwas zur Unterstützung der Einrichtung beitragen. Absurderweise wurden jedoch auch diese Zahlungen in den letzten 1,5 Jahren eingestellt, da ja eigentlich bereits ein Anspruch auf staatliche Unterstützung bestand. Umso größer war nun die Freude zu hören, dass in den letzten Wochen erstmalig staatliche Gelder an Baytouna al-Jadid überwiesen wurden. So werden die Kosten für 10 der 15 betreuten Behinderten für ein halbes Jahr übernommen. Damit einher geht die Auflage, Sanierungsarbeiten in der Einrichtung vorzunehmen und die Gehälter der Mitarbeiter (bisher bei 400 Euro/ Monat bei ähnlich hohen Lebenskosten wie in Deutschland) zu erhöhen. Aktuell werden daher die Zimmer des Heims und die sanitären Anlagen erneuert. Die Einrichtung ist jedoch nach wie vor verhältnismäßig arm und ohne die Lebensmittel- und Sachspenden, die mindestens 10% des Budgets ausmachen, käme sie nicht zurecht. „In den letzten Jahren habe ich im Radio und Fernsehen um konkrete Sachspenden für Baytouna al-Jadid geworben. Und jetzt fange ich an, um ein Grundstück zu bitten, damit wir in weiterer Zukunft keine Miete mehr zahlen müssen und mehr Platz haben. So läuft das im Libanon“, erklärt Charbel Sfeir.

    Die politische und ökonomische Situation im Libanon ist nach wie vor kritisch und auch wenn das Land bisher kaum direkt vom Krieg des benachbarten Syriens betroffen ist, so prägen jedoch starke Flüchtlingsströme, Ressourcenknappheit und Angst vor Gewaltausbrüchen die Stimmung. Ich fragte Charbel wie die Behinderten damit umgehen und er berichtete, dass einige von ihnen die Nachrichten genau verfolgen und immer wieder stark verängstigt und angespannt darauf reagieren. Daraya, der Ort an dem sich die Einrichtung befindet, ist nur etwa 2 Autostunden entfernt von der syrischen Grenze… Aber gerade in diesen unsicheren Zeiten bietet Baytouna al-Jadid Schutz und Geborgenheit für alle Bewohner und insbesondere für diejenigen, die außerhalb der Einrichtung keine Familie mehr haben.

    Im Namen von al hayat e.V. bedanke ich mich noch einmal bei allen, die uns bis heute und auch in Zukunft finanziell und moralisch unterstützen. Unter www.alhayat.de finden Sie wie immer Neuigkeiten über unsere Vereinstätigkeit. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit,

    Heide Rieder (Schriftführerin)